Stabile Mitgliederzahlen bei Jugendfeuerwehren im Kreis

Die Freiwilligen Feuerwehren haben es schwer, Nachwuchs zu finden. Doch zumindest in den 60 Jugendfeuerwehren im Unstrut-Hainich-Kreis wird eine relativ stabile Mitgliederzahl von annähernd 900 registriert. Das sagte Kreisjugendwart Andreas Krüger am Rande des Herbst-Treffens der örtlichen Jugendwarte in Bad Tennstedt. In Weberstedt wird derzeit sogar eine neue Jugendwehr gegründet.

Auch viele Mädchen interessieren sich für die Arbeit der Feuerwehr, sagte Marcel Randhage, der im Vorstand der Kreisjugendfeuerwehr für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Leider würde kaum ein Fünftel der jungen Leute später in die Einsatzabteilung wechseln: „Viele ziehen nach der Schule weg zum Studium oder zur Ausbildung. Andere haben keine Zeit für die nötigen Lehrgänge oder sind anderweitig beschäftigt“.

Umso wichtiger sei es, dem Nachwuchs ab sechs Jahren in der Kinder- und Jugendwehr etwas zu bieten, hieß es bei der Tagung. Dazu gehörten zum Beispiel Zeltlager, Nächte in de Feuerwache, sportliche Wettkämpfe und der Austausch untereinander. Auch Abzeichen und Urkunden seien wichtig. Und die Nutzung sozialer Medien: Der Kreisverband habe sogar eine eigene App.

Der Kreis tut laut Randhage sehr viel für eine attraktive Nachwuchsarbeit, nicht zuletzt mit der Brandschutzerzieherin Stefanie Kaufhold, die Ansprechpartnerin für Schulen und Kindergärten ist.

Die Wettkämpfe dienten durchaus auch der Vorbereitung auf einen späteren Dienst, sagte Randhage: „Dort wird spielerisch das gelernt, was man auch im Einsatz brauchen kann.“

Das größte Ereignis des Nachwuchses ist der Kreisgeländespiel, zu dem diesmal 25 Jugendwehren nach Bad Tennstedt kamen – über 400 Leute waren für den Wettbewerb Ende Oktober vor und hinter den Kulissen im Einsatz. Die Teilnehmer erhielten am Samstag ihr Urkunden, die Sieger ihre Wanderpokale.

Pokale gab es für die Erstplatzierten des diesjährigen Geländespiels (siehe Bild von links): Kreis-Feuerwehrverbandsvorsitzender Heinrich Goldmann, Tim Steinbrecher (Kammerforst, Sieger der Altersklasse 6-9 ), Aaron Fischer (Bad Tennstedt, 14-16) Helen-Kate Fuchs (Langula, 10-13). Rechts: Kreisjugendwart Andreas Krüger.

Ein Austragungsort für 2018 wurde trotz drängender Nachfragen von Krüger bei dem Treffen jedoch nicht gefunden.
Austragungsort im Jahr 2018 ist die Feuerwehr Langula.

Quelle: Thüringer Allgemeine
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